PRESSEERKLÄRUNG: FDP Donnersberg fordert Kurswechsel: Erst die Basis, dann das Personal
Nach dem historisch schlechten Abschneiden der FDP bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz am vergangenen Sonntag fordert der FDP-Kreisverband Donnersberg eine radikale Neuausrichtung der innerparteilichen Kultur. Der Kreisvorsitzende Christian Ritzmann warnt davor, den für den 9. Mai geplanten Landesparteitag für eine bloße Personalentscheidung „Top-Down“ zu nutzen, ohne zuvor die Ursachen der Niederlage aufzuarbeiten.
„Es ist zum Auswachsen“, kritisiert Christian Ritzmann. „Wir haben eine totale Niederlage erlebt, auf die wir uns über ein Jahrzehnt fast ohne inneren Widerspruch zubewegt haben. Jetzt so zu tun, als könne man mit einem einfachen ‚Weiter so‘ und einer schnellen Vorstandswahl am 9. Mai einen echten Neustart simulieren, verkennt den Ernst der Lage.“
Die FDP Donnersberg fordert stattdessen einen konsequenten „Bottom-up“-Prozess, der alle Mitglieder einbezieht. Bevor ein neuer Landesvorstand gewählt wird, müssen nach Ansicht des Kreisverbands flächendeckend Regionalkonferenzen stattfinden.
Die Kernforderungen der FDP Donnersberg:
Echte Aufarbeitung: Eine schonungslose Analyse, warum die Partei massiv an inhaltlicher Kompetenz und Sichtbarkeit eingebüßt hat.
Strategische Neuausrichtung: Die breite Diskussion über künftige inhaltliche Schwerpunkte und Zukunftsoptionen an der Basis, statt vorgegebener Wege durch die aktuelle Führung.
Personeller Neuanfang: Die Wahl eines Vorstands erst nach der inhaltlichen Klärung. Das neue Personal muss für die gemeinsam erarbeiteten Ziele brennen und diese glaubhaft verkörpern.
„Unsere Mitglieder wollen keine verordneten Lösungen mehr. Wir brauchen eine lebendige Debattenkultur, in der strategische Optionen offen diskutiert werden“, so Ritzmann weiter. „Nur wenn wir die Basis jetzt wirklich einbeziehen, können wir das Vertrauen der Menschen in liberale Politik in Rheinland-Pfalz zurückgewinnen.“
Die FDP Donnersberg wird entsprechende Initiativen in die Landesgremien einbringen, um sicherzustellen, dass der Weg in die Zukunft nicht über die Köpfe der Mitglieder hinweg entschieden wird.